Viele ausländische Käufer gehen zunächst davon aus, dass eine Finanzierung in Italien nicht möglich ist, wenn das Einkommen im Ausland erzielt wird. Ganz so eindeutig ist die Situation jedoch nicht.
Grundsätzlich können auch Käufer mit Einkommen außerhalb Italiens ein Darlehen bei einer italienischen Bank erhalten. Allerdings ist eine Finanzierung in solchen Fällen nicht selbstverständlich und wird von den Banken deutlich sorgfältiger geprüft.
In der Praxis werden Finanzierungsanfragen häufig über spezialisierte Kreditbroker abgewickelt. Diese prüfen die Unterlagen vorab und leiten den Antrag an eine passende Bank weiter. Direkte Anfragen bei Banken führen dagegen oft zu einer schnellen Ablehnung, was bei vielen Interessenten den Eindruck entstehen lässt, eine Finanzierung sei grundsätzlich ausgeschlossen.
Typische Voraussetzungen für eine Finanzierung sind:
– ausreichendes Eigenkapital
– ein regelmäßiges, nachweisbares Einkommen im Ausland
– eine bewohnbare Immobilie mit vollständigen und korrekten Unterlagen
– ein marktgerechter Kaufpreis
Ein Wohnsitz in Italien ist in vielen Fällen nicht erforderlich. Immobilienbesitz außerhalb Italiens wird von italienischen Banken dagegen meist nicht als Sicherheit berücksichtigt.
Der gesamte Finanzierungsprozess benötigt in der Regel Zeit. Ein realistischer Zeitrahmen liegt häufig bei etwa sechs bis zehn Monaten, da neben der Bonitätsprüfung auch eine Bewertung der Immobilie sowie die Prüfung der Unterlagen erfolgen.
In einem ersten, unverbindlichen Gespräch mit einem Broker wird meist relativ schnell eingeschätzt, ob und in welcher Form eine Finanzierung grundsätzlich möglich ist.
Bei Bedarf begleite ich Gespräche und Termine im Zusammenhang mit Immobilienkäufen und Finanzierungen als Deutsch–Italienisch-Dolmetscherin.
Eine kleine fachliche Anmerkung: Dieser Artikel ist sehr wertvoll für Käufer, weil das Thema Finanzierung in Italien voller Halbwissen ist. Viele