Die Mülltrennung in Orten mit vielen Zweitwohnungen wird für die Immobilienbesitzer leicht zum Problem:
 
Im August sind die Tonnen voll, im Februar leer, und die Hausbesitzer kennen die Regeln nicht.
 
Hier einige Erklärungen, wie es funktioniert und was die Gemeinden tun, die das Problem gut im Griff haben.
 
Warum es kompliziert ist?
Saisonale Spitzen: Juli/August produziert fünfmal so viel Müll wie Januar. Der feste Abfuhrplan reicht nicht aus.
Noch wesentlicher: Abwesende Eigentümer: Sie kommen Freitagabend an und reisen Sonntag wieder ab.
Wenn der Biomüll montags abgeholt wird, lassen sie ihn sechs Tage lang stehen.
Ausländische Hauseigentümer: Sie kennen die italienischen Müllfarben nicht. Glas im Restmüll ist da oft normal.
Häuser, die zehn Monate leer stehen: Sie zahlen die Abfallgebühr, nutzen den Service aber nicht und haben wenig Flexibilität von seiten der Gemeinde.
Wie vorbildliche Gemeinden das Problem lösen. Sie nutzen einen Mix aus verschiedenen Systemen unter Einbeziehung der Recyclinginseln/Wertstoffhöfe, teils mit intelligenten Mülltonnen, die Sie mit Karte/Ausweis öffnen.
 
Erweiterter Sommerkalender Von Juni bis September verdoppelt sich die Anzahl der Bioabfallabholungen.
 
Plastik Beschriftete Müllsäcke Sie zahlen nach Menge des unsortierten Abfalls.
 
Kostenloses Recycling Ökopunkte für Touristen.
 
Zusätzliche Sammelstellen in Strandnähe/Campingplätze/historische Stätten.
 
Willkommenspaket: Jede Wohnung enthält: Umschlag mit Kalender, Müllsäcke, Anleitung, mehrsprachig.
 
 
Wenn Sie einen Zweitwohnsitz in Italien haben, 5 Tipps, um den Stress zu vermeiden:
 
Beantragen Sie einen Recycling-Ausweis bei Ihrer Gemeinde bzw. bei dem von der Gemeinde beauftragten Dienstleister. Dieser wird oft kostenlos an Nicht-Einwohner ausgegeben.
 
Bioabfall = Problem Nr. 1. Wenn Sie am Sonntag abreisen und die Abholung am Mittwoch ist: Bringen Sie ihn zum 24-Stunden-Recyclinghof.
 
Manager-Apps: Hera, A2A, Iren und andere Dienstleister, bieten eine App mit Informationen zu den Entsorgungsstellen und aktualisierten Kalendern. Hier erfahren Sie auch, ob der Termin für Mitte August verschoben wurde.
 
Plastik: Bitte zusammendrücken. In zwei Wochen Urlaub füllen Sie drei Säcke, wenn Sie den Müll nicht komprimieren.
 
Sperrmüll: Stellen Sie Ihre Matratze nicht neben den Müllcontainer. Vereinbaren Sie eine Abholung oder bringen Sie sie zum Wertstoffhof. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe von 300 € geahndet.
 
Wichtig ist, dass Sie sich bei Ihrer Gemeinde informieren. Die Müllsammlung ist üblicherweise auf permanente Bewohner zugeschnitten. Die Orte mit vielen Zweitwohnsitzen orientieren sich aber schon an den echten Notwendigkeiten, auch der Zweitwohnsitze.
 
Bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen zu diesem Thema!
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