
Diese Frage habe ich vor einigen Tagen in meiner Facebook-Gruppe „Zuhause in Italien – Das Netzwerk“ gestellt. Die Resonanz war überraschend groß: Rund 150 Mitglieder haben geantwortet und Einblicke in ihre berufliche Realität gegeben.
Die Vielfalt war deutlich größer, als viele vermutlich erwarten würden.
Natürlich waren klassische Bereiche wie Immobilien, Übersetzung, Tourismus oder Ferienvermietung vertreten. Gleichzeitig zeigte sich aber auch ein sehr breites Spektrum an Tätigkeiten: IT, KI, Marketing, Recht, Coaching, Gesundheitsberufe, Architektur, Landwirtschaft, Handwerk, Pflege, Journalismus, Design, Bildung, Beratung und vieles mehr.
Auffällig war außerdem, wie viele Menschen heute ortsunabhängig oder hybrid arbeiten. Viele leben zwar in Italien, arbeiten wirtschaftlich aber weiterhin stark mit dem deutschsprachigen Raum zusammen — sei es remote für Unternehmen in Deutschland, mit internationalen Kunden oder über eigene Online-Dienstleistungen.
Ebenso interessant:
Nur wenige beschrieben ein klassisches Modell mit lokaler Festanstellung in Italien. Stattdessen scheinen viele mehrere Tätigkeiten miteinander zu kombinieren:
Remote-Arbeit, Selbstständigkeit, saisonale Projekte, Vermietung oder internationale Dienstleistungen.
Das erklärt vermutlich auch, warum sich das Bild von „den Auswanderern in Italien“ in den letzten Jahren verändert hat. Die Zeiten, in denen man hauptsächlich an Gastronomie oder kleine Ferienvermietungen dachte, bilden offenbar nur noch einen Teil der Realität ab.
Gleichzeitig zeigen die Antworten aber auch etwas anderes:
Hinter vielen Lebensmodellen steckt viel Eigeninitiative, Flexibilität und oft der Aufbau mehrerer beruflicher Standbeine gleichzeitig.
Die wirtschaftliche Realität hinter diesen Modellen wäre vermutlich noch einmal ein eigenes spannendes Thema.